HFC-Frauen verpassen Regionalliga-Aufstieg – Babelsberg nutzt seine Chancen eiskalt

Im Rückspiel der Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga trennten sich die Frauen des Halleschen FC und Babelsberg 74 zunächst mit einem torlosen 0:0. Dank der Auswärtstorregel hatten die Saalestädterinnen vor dem Anpfiff einen kleinen Vorteil auf ihrer Seite. Ein einziges Tor konnte darüber entscheiden, ob die Partie nach 90 Minuten beendet sein würde oder in die Verlängerung ging.

Von Beginn an war klar, dass beide Mannschaften nichts dem Zufall überlassen wollten. Ohne jegliches Abtasten entwickelte sich sofort ein intensives und umkämpftes Spiel. Die Hallenserinnen gingen mutig ins Risiko, pressten früh und schnürten die Gastgeberinnen phasenweise tief in deren eigener Hälfte ein. Doch trotz der Feldvorteile fehlte zunächst die ganz große Torchance.

Babelsberg ließ sich davon nicht beeindrucken, spielte ruhig und kontrolliert aus der eigenen Defensive heraus und suchte mit schnellen, flachen Pässen über die Außen den Weg nach vorne. Zwingende Abschlüsse blieben jedoch auch auf ihrer Seite Mangelware. Im Mittelfeld neutralisierten sich beide Teams weitgehend, jeder Meter auf dem Platz war hart umkämpft.

Die beste Gelegenheit der ersten Halbzeit gehörte schließlich dem HFC. Die Führung lag in der Luft, doch die große Chance blieb ungenutzt. So ging es torlos in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wartete die nächste Herausforderung auf Spielerinnen, Zuschauer und Fotografen. Ein heftiger Platzregen setzte ein und verwandelte die Partie für mehr als eine Viertelstunde in eine wahre Wasserschlacht. Doch weder Halle noch Babelsberg nahmen das Tempo heraus. Die Intensität blieb hoch.

Mitten im strömenden Regen bot sich den Hallenserinnen erneut die große Möglichkeit zur Führung. Doch wieder fehlte das entscheidende Quäntchen Glück. Dieser Moment wirkte wie ein Weckruf für Babelsberg. Die Gastgeberinnen erhöhten nun ihrerseits den Druck und kamen verstärkt über die Flügel. Plötzlich häuften sich die Chancen für die Filmstädterinnen, während der HFC in einigen Situationen das nötige Glück auf seiner Seite hatte.

Die Spannung war nun kaum noch zu überbieten. Halle reagierte mit Wechseln, um frische Kräfte zu bringen, verlor dabei jedoch auch seine bis dahin gefährlichste Offensivspielerin. Babelsberg hielt das hohe Tempo aufrecht und suchte weiterhin konsequent den Weg über die Außenbahnen.

In der 73. Minute fiel schließlich die Entscheidung. Eine Flanke von der Seite fand ihre Abnehmerin, die zum umjubelten 1:0 für Babelsberg einköpfte. Plötzlich standen die Hallenserinnen unter Zugzwang. Ein Treffer hätte weiterhin gereicht, um die Hoffnungen auf den Aufstieg am Leben zu halten.

Doch der Gegentreffer zeigte Wirkung. Während Halle auf den Ausgleich drängte, schlichen sich Fehler ins Aufbauspiel ein. Babelsberg nutzte einen Ballverlust eiskalt aus, kam erneut über die Außen durch und erhöhte wenig später auf 2:0.

Die Saalestädterinnen wirkten nun stehend K.o. Ein weiteres Aufbäumen blieb aus. Zwar boten sich Babelsberg in der Schlussphase noch einige Möglichkeiten, das Ergebnis weiter auszubauen, doch es blieb beim 2:0.

Mit dem Schlusspfiff kannte der Jubel bei den Gastgeberinnen keine Grenzen mehr. Babelsberg 74 steigt in die Regionalliga auf und krönt eine starke Relegation. Für die Frauen des Halleschen FC hingegen endet der Traum vom Aufstieg erneut auf schmerzhafte Weise. Bereits zum zweiten Mal scheitern die Hallenserinnen in der Relegation zur Regionalliga – und müssen ihren Traum vorerst begraben.

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