Der Favorit aus Halle tat sich zunächst schwer. Der SSC Weißenfels stand tief, verteidigte leidenschaftlich und extrem kompakt – und machte es dem HFC damit richtig unangenehm. Zwar hatten die Hallenser mehr Ballbesitz, doch klare Torchancen blieben Mangelware.

Und dann der Moment, der die Partie früh auf den Kopf stellte: Mit Mut und Entschlossenheit setzte der SSC einen schnellen Konter – und traf zur überraschenden Führung. Die Außenseiter jubelten, während der Favorit sichtlich beeindruckt war.

Der HFC suchte weiter nach Lösungen, rannte an, kombinierte – doch die Lücken waren kaum zu finden. Erst ein Standard brachte die Erlösung: Der Ausgleich für die Rot-Weißen, der die Partie wieder offen machte.

Kurz vor der Halbzeit dann die wohl spielentscheidende Szene: Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt – eine Entscheidung, die durchaus diskutabel war. Der HFC nutzte die Chance und drehte das Spiel zur 1:2-Führung. Mit großem Kampf hatte der SSC bis dahin dagegengehalten und ging trotz einer starken Leistung mit einem Rückstand in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der Favorit spürbar den Druck. Der HFC wollte früh für klare Verhältnisse sorgen – und schnürte den SSC immer mehr in der eigenen Hälfte ein. Entlastung wurde zur Seltenheit.

Ein unglückliches Eigentor brachte schließlich die Vorentscheidung und lenkte das Spiel endgültig in Richtung der Hallenser. Beim SSC schwanden nun zusehends die Kräfte, kleine Fehler schlichen sich ein – und der HFC nutzte diese eiskalt aus.

Trotz großem Einsatz versuchte Weißenfels noch einmal, nach vorne zu spielen, doch zwingende Torchancen blieben aus. Der Favorit spielte sich nun in einen Rausch und baute die Führung Tor um Tor aus.

Am Ende stand ein deutliches 1:9 auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, das den leidenschaftlichen Auftritt des SSC Weißenfels vor allem in der ersten Halbzeit kaum widerspiegelt.

Der Hallesche FC zieht damit ins Finale des Landespokals Sachsen-Anhalt ein – musste dafür aber lange mehr kämpfen, als es das Endresultat vermuten lässt.

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