Landesklasse | Samstag, 30. Mai 2026 | Anstoß: 15:00 Uhr

Der FC Halle-Neustadt hat sich in einer über weite Strecken dominanten Partie mit 4:3 gegen den SV Eintracht Lüttchendorf durchgesetzt. Vor rund 30 Zuschauern entwickelte sich zunächst eine einseitige Begegnung, ehe die Gäste in der Schlussphase eindrucksvoll zurückkamen und das Spiel beinahe noch drehten. Überschattet wurde die Partie jedoch von hitzigen Szenen in der Nachspielzeit, bei denen es nach einem umstrittenen Zweikampf am Lüttchendorfer Tor zu tumultartigen Auseinandersetzungen kam.

Die Gastgeber erwischten den perfekten Start. Bereits in der 2. Minute brachte Mouaz Hamkou den FC Halle-Neustadt früh in Führung. Die Heimelf kontrollierte anschließend Ball und Gegner, ließ defensiv kaum etwas zu und erhöhte kurz vor der Pause verdient auf 2:0. Nach einem konsequent ausgespielten Angriff traf Paul Dawda Manga in der 41. Minute zur komfortablen Halbzeitführung.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Halle-Neustadt zunächst das spielbestimmende Team. Maximilian Hardt sorgte in der 52. Minute mit dem 3:0 scheinbar für die Vorentscheidung. Als Pascal Barghan in der 69. Minute sogar auf 4:0 erhöhte, deutete alles auf einen souveränen Heimsieg hin.

Doch mit Beginn der Schlussviertelstunde änderte sich das Bild deutlich. Der SV Eintracht Lüttchendorf zeigte Moral, erhöhte den Druck und drängte die Gastgeber zunehmend in die eigene Hälfte. Paul Stoye verkürzte in der 74. Minute auf 4:1, ehe Alexander Gründler mit seinem Treffer in der 87. Minute neue Hoffnung bei den Gästen aufkommen ließ. In der Nachspielzeit wurde es nochmals spannend: Gründler traf in der 90.+2 Minute erneut und stellte auf 4:3.

Nur wenig später erreichte die Begegnung ihren emotionalen Höhepunkt. Nach einem mutmaßlichen Foulspiel am Torhüter von Lüttchendorf kam es in der 90.+4 Minute zu heftigen Diskussionen und Rudelbildungen auf dem Platz. Der verletzte Keeper musste behandelt und schließlich mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. In der aufgeheizten Atmosphäre flogen gegenseitige Beleidigungen und Drohungen, insbesondere gegen das Schiedsrichtergespann um Jens Abel sowie dessen Assistenten Karsten Bukvic und Michael Beyer.

Dass die Situation nicht weiter eskalierte, lag auch am besonnenen Auftreten des Unparteiischen, der trotz der hitzigen Schlussphase auf eine Vielzahl von Karten verzichtete und versuchte, die Gemüter mit Fingerspitzengefühl zu beruhigen.

Am Ende rettete der FC Halle-Neustadt einen lange ungefährdet scheinenden Sieg über die Zeit, während der SV Eintracht Lüttchendorf trotz der Niederlage mit seiner starken Schlussphase ein deutliches Zeichen setzte.

Bilder + Text: Sebastian Kraneis

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