Von der ersten Minute an brannten die Gastgeberinnen ein wahres Feuerwerk ab. Giftig in den Zweikämpfen, gallig im Pressing und eiskalt vor dem Tor – Bischofswerda ließ keinen Zweifel daran, wer dieses Spiel bestimmen würde. Bereits in der 4. Minute der erste Nackenschlag: Das frühe 1:0 ließ die Hallenserinnen sichtlich wanken.

Was folgte, war ein Spiel, das aus Sicht des Halleschen FC kaum schwerer hätte verlaufen können. Während Bischofswerda mit beeindruckender Konsequenz jede Unsicherheit bestrafte, wirkten die Gäste behäbig, einen Schritt zu spät und gedanklich nicht voll auf dem Platz. Es waren Probleme, die sich bereits in den vergangenen Spielen angedeutet hatten – diesmal jedoch wurden sie schonungslos offengelegt.

Nach gut einer halben Stunde war die Partie praktisch entschieden. 4:0 für die Hausherrinnen – ein Spielstand, der die Kräfteverhältnisse gnadenlos widerspiegelte. Die Hallenserinnen bemühten sich zwar, Struktur in ihr Angriffsspiel zu bringen, doch gegen die kompakt und diszipliniert auftretenden Bischofswerdaerinnen fehlten die Ideen, die Durchschlagskraft und letztlich auch der Glaube an die Wende.

Auch nach der Pause änderte sich das Bild zunächst nicht. Kaum wieder auf dem Platz, folgte der nächste Tiefschlag – das 5:0. Spätestens jetzt war aus einem Spitzenspiel eine Machtdemonstration geworden.

Erst als Bischofswerda einen Gang zurückschaltete, ergaben sich Räume für die Gäste. Nach einer Ecke war es Frieda Ducke, die zumindest den Ehrentreffer zum 1:5 erzielte. Ein kurzes Aufbäumen ging durch die Reihen der Hallenserinnen – ein kleiner Funke Hoffnung in einem ansonsten rabenschwarzen Tag.

Doch Bischofswerda blieb souverän, ließ nichts mehr anbrennen und setzte mit dem 6:1 den endgültigen Schlusspunkt unter eine einseitige Partie.

Rein rechnerisch ist im Meisterschaftsrennen weiterhin alles möglich. Doch dieses Spiel wird für die Hallenserinnen als schmerzhafte Niederlage in Erinnerung bleiben – vielleicht aber auch als der dringend benötigte Weckruf im Endspurt um den Titel.

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