Rekord in Halle: 630 Athleten kämpften in der Saale
Halle war heute again Hauptstadt des Ausdauersports: Beim 35. Stadtwerke Halle Triathlon gingen so viele Sportler an den Start wie nie zuvor.
Sonntagmorgen, kurz nach sechs Uhr: Rund um Ziegelwiese, Saale und Peißnitzinsel ist schon einiges los. Absperrgitter stehen, Streckenposten nehmen ihre Plätze ein, die ersten Wechselzonen werden aufgebaut. Halle bereitet sich auf einen der größten Sporttage des Jahres vor. Zum 35. Mal ging der Stadtwerke Halle Triathlon über die Bühne – und diesmal mit einer Zahl, über die selbst die Organisatoren staunten: 630 gemeldete Starterinnen und Starter, so viele wie noch nie in der Geschichte der Veranstaltung. Im Vorjahr waren es 518.
Organisiert wurde der Wettkampf wie gewohnt von der Abteilung Triathlon des SV Halle unter der Leitung von Konrad Fiedler. Und der Aufwand war entsprechend groß: Von sechs bis achtzehn Uhr war die stadtauswärtige Fahrbahn des Gimmritzer Damms zwischen Rennbahnkreuz und Heideallee komplett gesperrt, dazu die Halle-Saale-Schleife und die Straße An der wilden Saale. Wer heute mit dem Auto durch den Norden der Stadt wollte, musste Umwege in Kauf nehmen – Umleitungen waren ausgeschildert.
Geschwommen in der Saale, gejagt auf der Schleife
Das Besondere am Hallenser Triathlon ist seit jeher die Schwimmstrecke: Anders als bei den meisten Wettkämpfen wird nicht in einem See, sondern direkt in der Saale geschwommen. Start war auf der Ziegelwiese, mit Wasser- beziehungsweise Massenstart. Bei den Kinder- und Breitensportrennen über 400 Meter ging es flussabwärts, bei der langen 750-Meter-Distanz mussten die Athleten auf einem Abschnitt auch gegen die Strömung ankämpfen – eine Herausforderung, die viele Teilnehmer nach eigenen Aussagen in den vergangenen Jahren als das Salz in der Suppe des Rennens bezeichnet haben.
Nach dem Ausstieg aus dem Fluss ging es für die Athleten auf die Räder. Die Radstrecke führte über die traditionsreiche Halle-Saale-Schleife und den Gimmritzer Damm, kurvenreich und mit langen Geraden – schnell, aber auch technisch anspruchsvoll. Zum Abschluss folgte die Laufstrecke auf der Peißnitzinsel: eine zuschauerfreundliche Ein-Kilometer-Runde, die mehrfach durch den Wechselgarten und den Zielbereich führte. Wer dort unterwegs war, kam an jubelnden Zuschauern und anfeuernden Familien kaum vorbei – genau das macht die Zielgasse an der Peißnitzinsel bei Athleten so beliebt.
Deutsche Meisterschaft als sportlicher Höhepunkt
Sportlich brisant wurde es vor allem um 11:10 Uhr, als die Deutsche Meisterschaft im Swim & Run gestartet wurde – 400 Meter Schwimmen, 3 Kilometer Laufen. Die Startzeit war kurzfristig verlegt worden, um den Athleten einen entspannteren Check-in zu ermöglichen. Neben der DM standen zudem Landesmeisterschaften über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad, 5 Kilometer Laufen) sowie über die kürzere Distanz (400 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Rad, 2,5 Kilometer Laufen) auf dem Programm.
Der Tag war klar getaktet. Am Mittag gehörte die Bühne dem Nachwuchs: Um 12:15 Uhr starteten die Einsteiger sowie die Staffeln der Jugend B und Schüler A, gefolgt von den Schülern C um 13:10 Uhr und den Schülern B um 13:25 Uhr, jeweils auf verkürzten Strecken. Am Nachmittag übernahmen dann die Regionalliga-Teams das Kommando: Um 14 Uhr fiel der Startschuss für die Männer im Sprint-Triathlon, eine Stunde später folgten Frauen und Masters. Die Siegerehrungen waren für 14:05 Uhr und 16 Uhr angesetzt.
Wer an den Start ging, konnte zudem zwischen Einzelstart und Staffel wählen – über die volle Sprintdistanz oder die halbe Distanz im Team. Für viele Vereine und Firmenteams aus Halle und der Region ist genau das jedes Jahr der Reiz: gemeinsam antreten, gemeinsam feiern.
Ergebnisse folgen
Die offizielle Ergebnisliste mit Siegern und Zeiten wird von den Veranstaltern in Kürze veröffentlicht. Sobald die Auswertung vorliegt, tragen wir Platzierungen und Bestzeiten hier nach.
Für Halle war der Tag in jedem Fall ein Statement: Mit dem neuen Teilnehmerrekord und der Deutschen Meisterschaft als Höhepunkt hat sich die Saalestadt einmal mehr als feste Größe im deutschen Triathlon-Kalender bewiesen.















































































































































