Von Beginn an war zu spüren, dass hier etwas in der Luft lag. Ammendorf trat mutig auf, kompakt in der Defensive, mit klarem Plan – und vor allem mit Herz. Die Räume wurden eng gemacht, jeder Zweikampf angenommen, jeder Ball umkämpft. Der Favorit aus Halle hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz und die spielerische Überlegenheit, doch echte Durchschlagskraft fehlte zunächst.
Und Ammendorf? Die Gastgeberinnen versteckten sich keineswegs. Immer wieder suchten sie den Weg nach vorn, setzten Nadelstiche – und waren dem Führungstreffer näher, als es vielen lieb war. Die Sensation lag förmlich in der Luft. Doch zur Pause blieb es beim 0:0 – ein Achtungserfolg für die kämpferischen Grün-Weißen.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Halle drückte, suchte Lösungen, doch Ammendorf hielt dagegen – leidenschaftlich, diszipliniert, unermüdlich. Jeder Angriff wurde verteidigt, jede Lücke sofort geschlossen. Die Zeit lief – und mit ihr wuchs die Hoffnung auf die große Überraschung.
Dann die 71. Minute – ein Moment, der das Spiel auf bittere Weise kippen ließ. Ein unglückliches Eigentor brachte den Favoriten auf die Siegerstraße. Die Erlösung für Halle, der Schock für Ammendorf.
Doch wer dachte, die Gastgeberinnen würden nun einbrechen, irrte gewaltig. Mit beeindruckender Moral stemmten sie sich weiter gegen die drohende Niederlage, warfen alles in die Waagschale. Trotz der spielerischen Überlegenheit des HFC blieb Ammendorf unbequem, bissig, präsent.
Als dann auch noch ein zweifelhafter Elfmeter die Entscheidung brachte, war die Enttäuschung greifbar. Der 0:2-Endstand spiegelte den Spielverlauf nur bedingt wider – denn Ammendorf hatte mehr verdient.
Am Ende steht zwar keine Sensation auf dem Papier – aber eine Leistung, die Mut macht und zeigt, was mit Einsatz, Teamgeist und Leidenschaft möglich ist.











































































